Feuerwehr Schwalbach

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historische Fahrzeuge

Magirus Handdruckspritze von 1898

Im Jahre 1898 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Schwalbach eine Handdruckspritze aus der "Feuerwehr Requisiten Fabrik von C.D. Magirus in Ulm". Es handelt sich um eine damals weit verbreitete Pumpenkonstruktion mit Doppelkolbenpumpwerk mit mittig zwischen den Kolben angeordnetem Windkessel. Der "Windkessel" ist ein luftgefüllter Kessel, in den das mit einem Kolbenhub geförderte Wasser, welches nicht unmittelbar dem Pumpenausgang zugeführt werden (begrenzter Durchfluss), hineingepresst wird. Während des Leerhubes der einzelnen Zylinder wird das Löschwasser durch die im Windkessel komprimierte Luft dann herausgedrückt und führt zu einem kontinuierlichen Wasserfluss am Pumpenausgang.

Die Handspritze ist in Form einer zweiachsigen Kutsche mit Kutschbock aufgebaut, in deren Mitte ein offener Wasserkessel mit dem Pumpwerk eingebaut ist. Der offene Wasserkessel dient in erster Linie dazu, das, mittels damals in jedem Haushalt vorhandenen Leder- oder Leineneimern geförderte Löschwasser auf zu nehmen. Seitlich ist ein Sauganschluß für die mitgeführten Saugschläuche vorhanden, um Löschwasser direkt aus offenem Gewässer zu zu fördern.

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Magirus Patent Leiter von 1909

Rechtzeitig zur Übergabe der neuen DLK wurde von feuerwehrhistorisch interessierten Kameraden

die ganz alte Leiter der Schwalbacher Feuerwehr aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt.

Es handelt sich um eine Magirus - Patent - Leiter aus der "Feuerwehr Requisiten Fabrik von C.D. Magirus in Ulm", welche im Jahre 1909 an die Feuerwehr Schwalbach ausgeliefert wurde. Aus Platzgründen musste die alte Leiter lange Jahre in Einzelteile zerlegt in einem Lagerraum auf dem Waldfriedhof ausharren, bis sie in diesem Frühjahr wieder das Licht der Welt erblicken konnte.

Nach vielen Arbeitstunden unter fachkundiger Anleitung von Peter Schad, der sich gemeinsam mit Rüdiger Böss bereits um den Erhalt weiterer historischer Schätzchen der Feuerwehr verdient machte, wurde die Leiter 102 Jahre nach ihrer Auslieferung anlässlich der Fahrzeugübergabe der neuen DLK einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. In diesem Rahmen wurde eine kleine historische Anleiterübung an das Feuerwehrhaus durchgeführt.

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Hydrantenkarren von 1913

Im Jahre 1913 wurde die Feuerwehrausrüstung um einen Hydrantenkarren ergänzt, um neben dem Bächen und den teilweise auf Privatgrundstücken vorhandenen Brunnen auch das neu entstehende Trinkwassernetz für die Löschwasserversorgung nutzbar zu machen.

Der Hydrantenkarren enthält neben den entsprechenden wasserführenden Armaturen zwei Schlauchhaspeln. Der Karren befindet sich im Museumsbestand der Freiwilligen Feuerwehr Schwalbach am Taunus.

Das Bild entstand anlässlich des 120 Jahr Feier im Jahre 2007.

 

Schlauchkarren

Ein Schlauchkarren, ausgestattet mit Wasserführenden Armaturen und - natürlich - Schlauchmaterial vervollständigte die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Schwalbach.

Auch dieses Fahrzeug war für Handzug ausgelegt und befindet sich ebenfalls im Museumsbestand der Feuerwehr.

 

Flader Motorspritze "Siegerin"

Am 11.12.1937 wurde die erste motorgetriebene Spritze bei der Feuerwehr Schwalbach ausgeliefert. Es handelte sich hierbei um eine Motorspritze vom Typ "Siegerin" der Firma Flader.

Die Flader befindet sich heute noch im Besitz der Feuerwehr Schwalbach und ist nach umfangreicher Restauration wieder voll funktionsfähig.

 

Adler Standard 6 12/50 Limousine

Mit der Beschaffung der Adler Standard 6 12/50 Limousine begann das Automobilzeitalter bei der Feuerwehr Schwalbach. Das Fahrzeug diente als Zugfahrzeug für die Flader Motorspritze.

Das Foto zeigt den damaligen Wehrführer Leonard Steiner am 22.01.1938, dem Tag der Indienststellung.

Der Verbleib der Adler Limousine ist unklar, die Spur des Fahrzeugs verliert sich in den Wirren des 2. Weltkrieges.

 

Schlauchhaspel

Eine fahrbare Schlauchhaspel ergänzte die Tragkraftspritze "Siegerin" aus dem Hause Flader / Jöhstadt. Wie bereits die Siegerin ist die Schlauchhaspel im Polizeigrün der in "Feuerschutzpolizei" umbenannten Feuerwehreinheiten des sogenannten 3. Reiches, lackiert. Die Umbenennung der Feuerwehren und die fremdartige Lackierung der fahrzeuge erfolgte auf Grund des "Gesetz über das Feuerlöschwesen" vom 23. November 1938. Durch dieses Gesetz wurden die Feuerwehren in die "Ordnungspolizei" eingegliedert, die Fahrzeuge mussten in "dunkelgrün - glänzend" umlackiert werden.

 

Löschfahrzeug LF 15 (Das Lottchen)

Die Geschichte des Löschfahrzeugs 15 beginnt gegen Ende des zweiten Weltkriegs im Jahr 1944 auf einem Bahngleis in Eschborn. Dort wurde das Fahrzeug, welches ursprünglich für den Kriegseinsatz gebaut wurde, vom damaligen Feuerwehrkommandanten und seinem Enkel in Empfang genommen. Seit diesem Tag befindet es sich ununterbrochen in Besitz der Schwalbacher Feuerwehr und verfügt zudem über eine bis heute funktionsfähige Pumpe und ist TÜ abgenommen.

Das "Lottchen" war das erste Kraftfahrzeug, welches im Dienste der Schwalbacher Wehr stand und erhielt seinen Spitznamen von dem Pferd, welches zuvor die Pferdefuhrwerke an die Einsatzstelle zog. Bis auf wenige Ausnahmen befindet sich das Fahrzeug noch im Originalzustand, lediglich das Blaulicht und die Blinker wurden nachgerüstet.

Seinen letzten Einsatz fuhr das "Lottchen" in den späten 1980er Jahren, obwohl es zu dieser Zeit längst durch ein moderneres Löschgruppenfahrzeug 16/12 ersetzt worden war. Damals gab es ein schweres Hochwasser bei dem alle Feuerwehrfahrzeuge der Schwalbacher Feuerwehr im Einsatz gebunden waren. Während die Einsatzkräfte damit beschäftigt waren die Keller der Bevölkerung leer zu pumpen und deren Hab und Gut zu retten, wurde das Feuerwehrhaus opfer der Fluten. So wurde das Fahrzeug kurzerhand reaktiviert um das Feuerwehrhaus und einen nahegelegenen Baumarkt zu retten.

 

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MTW (erste Generation)

Der erste Mannschaftstransportwagen der Freiwilligen Feuerwehr Schwalbach am Taunus war ein VW Bus der ersten Generation. Das Anfang der sechziger Jahre gebaute Fahrzeug verfügte über den klassischen 4 Zylinder Boxermotor aus dem Käfer und leistete sagenhafte 34 PS.

Da die Schiebetür noch nicht erfunden war, fand sich auf der rechten Fahrzeugseite eine Doppelflügel Tür, deren Türflügel beim Öffnen um nahezu 180o geschwenkt werden konnten und so die komplette Türbreite zum Laden von Gerät nutzbar machten. Viele Feuerwehren in Deutschland nutzten einen VW Bulli als TSF, da durch die Türkonstruktion die Tragkraftspritze eingeschoben werden konnte. Der in Schwalbach als MTW eingesetzte Bulli verfügte über insgesamt 9 Sitzplätze. Im Heck führte das Fahrzeug wasserführende Armaturen und Schlauchmaterial mit.

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Tanklöschfahrzeug TLF 16

Mit dem TLF 16 verfügte die Feuerwehr Schwalbach ab 1962 über ein zweites Löschfahrzeug. Ursprünglich sollte ein kleineres TLF 8 beschafft werden. Aufgrund des rasanten Bevölkerungsanstiegs in den 60er Jahren wurde kurzfristig beschlossen, ein größeres Tanklöschfahrzeug zu beschaffen, um so den Brandschutz besser gewährleisten zu können.

Das Fahrzeug wurde 1987 durch ein Tanklöschfahrzeug gleichen Typs ersetzt und nach Teneriffa verschifft, wo es noch einige Jahre im Dienst stand.

 

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