Feuerwehr Schwalbach

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Magirus Handdruckspritze von 1898

Im Jahre 1898 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Schwalbach eine Handdruckspritze aus der "Feuerwehr Requisiten Fabrik von C.D. Magirus in Ulm". Es handelt sich um eine damals weit verbreitete Pumpenkonstruktion mit Doppelkolbenpumpwerk mit mittig zwischen den Kolben angeordnetem Windkessel. Der "Windkessel" ist ein luftgefüllter Kessel, in den das mit einem Kolbenhub geförderte Wasser, welches nicht unmittelbar dem Pumpenausgang zugeführt werden (begrenzter Durchfluss), hineingepresst wird. Während des Leerhubes der einzelnen Zylinder wird das Löschwasser durch die im Windkessel komprimierte Luft dann herausgedrückt und führt zu einem kontinuierlichen Wasserfluss am Pumpenausgang.

Die Handspritze ist in Form einer zweiachsigen Kutsche mit Kutschbock aufgebaut, in deren Mitte ein offener Wasserkessel mit dem Pumpwerk eingebaut ist. Der offene Wasserkessel dient in erster Linie dazu, das, mittels damals in jedem Haushalt vorhandenen Leder- oder Leineneimern geförderte Löschwasser auf zu nehmen. Seitlich ist ein Sauganschluß für die mitgeführten Saugschläuche vorhanden, um Löschwasser direkt aus offenem Gewässer zu zu fördern.

 

Die Handspritze verfügt über zwei Deichseln für Pferde- oder Handzug. Bedient wurde das Pumpwerk mit bis zu acht Mann, die sich an Vorder- und Rückseite der Pumpe gegenüber standen und die Pumphebel bedienten.

Das historische Fahrzeug ist funktionsfähig im Museumsbestand der Freiwilligen Feuerwehr Schwalbach am Taunus erhalten, fristet sein Dasein allerdings, mangels Ausstellungsfläche in einer Tiefgarage.

Die Bilder zeigen die Handspritze anlässlich der 120 Jahr Feier im Jahre 2007 auf dem Hof des an das Feuerwehrhaus angrenzenden Baustoffhandels.

Schön zu erkennen:

Das Doppelkolben Pumpwerk mit Windkessel.