Feuerwehr Schwalbach

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DLA (K) 23/12

Seit Ende März verfügt die Freiwillige Feuerwehr Schwalbach über eine neue Drehleiter.

Mit der neuen DLA (K) 23/12 wurde ein Hubrettungsfahrzeug mit komplett neu entwickelter Leitertechnologie beschafft, die einen Meilenstein in der Drehleiterentwicklung darstellt.

Die Drehleiter dient primär als Rettungsgerät zur Bereitstellung eines zweiten Rettungsweges bei Gebäuden bis zur Hochhausgrenze (22 m). Höhere Häuser gelten als Hochhäuser und müssen nach den geltenden Bauordnungen mit einem zweiten baulichen Rettungsweg ausgestattet sein. Aus der Bauordnung erklärt sich deshalb die Normbezeichnung DLA (K) 23/12, welche die Nennrettungshöhe von 23 m bei 12 m seitlicher Ausladung (Abstand zum Gebäude) bezeichnet.

Neben dem Einsatzzweck Rettungsgerät kann die Drehleiter auch als Angriffsweg bei der Brandbekämpfung und als Arbeitsgerät zur technischen Hilfeleistung sehr sinnvoll eingesetzt werden. Um in allen Einsatzfeldern sinnvoll genutzt zu werden, verfügt die DLA (K) über umfangreiches Zubehör und einen um 75o abwinkelbaren Gelenkarm im obersten Leiterteil.

Es handelt sich um die derzeit einzige DLA(K) dieser neuartigen Bauart und damit die modernste Drehleiter in Hessen.

Bislang wurden DLA (K) der neuen Bauart von den Feuerwehren in Freiburg, Völklingen, Celle, Schwalbach, Lage / Lippe und Marktheidenfeld beschafft, ein weiteres Fahrzeug (in gelber Farbgebung!) wird von der Feuerwehr im schweizerischen Dübendorf eingesetzt.

Technische Daten:

Fahrgestell:

- IVECO FF 160 E 30 Euro 5

- Motorleistung 220 kW / 299 PS

- Allison Automatik Getriebe

- Retarder

- ASR, ESP

- Schleuderketten

- Radstand 4.815 mm

- Zul. Gesamtmasse 15,5 t

- Einsatzgewicht 15, 3 t

- Maße (LxBxH) 10.000 mm x 2.460 mm x 3.300 mm

Aufbau:

Magirus DLA(K) 23-12 Vario CS GL SE

- Magirus Alu Fire 2 Bauweise mit hohem Podiumskasten und sechs Geräteräumen

- Fahrzeugheck in klassischer Ausführung mit Stoßfänger und integrierten blauen LED - Kennleuchten

- aktive Schwingungsdämpfung CS (Computergesteuerte Stabilisierung)

- Vario - Abstützung mit variabler Stützbreite von 2.400 mm bis 5.200 mm

- alle Stützen einzeln steuerbar

- Magirus Abstütz - Sicherheits - System

- Bodenausgleichsmöglichkeit bis 700 mm

- Terrainregulierung bis 10o

- Unterflurarbeitsbereich bis - 17o

- Leiteraufbau M 32 L - AS

- Leitersatz 4 - teilig mit Einzelauszugstechnologie und integriertem 4,70 m langen Gelenkarm

 

Die wichtigsten Ausstattungsmerkmale in Stichpunkten:

- Einzelauszugssystem für oberstes Leiterteil

- 3- Personen Rettungskorb mit 300 kg Korblast

- Krankentragenhalterung bis 200 kg Patientengewicht, beidseits am Korb montierbar

- Lagerungsmöglichkeit für DIN-, Ferno-, Stollenwerk- und Stryker- Krankentragen

- Lagerungsmöglichkeit für Korbtrage, Spineboard

- Fest verlegte Wasserleitung im obersten Leiterteil

- Wendestrahlrohr mit Hohlstrahldüse bis 2000 l/min, montierbar auf den Korb

- Schnellangriffshaspel, montierbar auf den Korb, mit 15 m Schlauchleitung

- Selbstschutzeinrichtung (Wassersprühdüse), in den Korbboden integriert

- Halterungen (Alukisten) für Kettensägen, am Korb montierbar

- elektrischer Überdrucklüfter, am Korb montierbar

- Lastöse bis 400 kg an der Leiterspitze

- Lastöse bis 4000 kg (2000 kg bei 0o!) an der Unterleiter

- 3 Xenon- und zwei LED Scheinwerfer am Korb

- 2 Xenonscheinwerfer, schwenkbar, an der Unterleiter

- Beleuchtung von Geräteräumen, Umfeld, Trittstufen, Podium und Stützen in LED Technik

- Generator 13 kVA am Drehkranz mit Fernstarteinrichtung von Haupt- und Korbbedienstand

- Schachtrettungsfunktion (automatisierte Ausladungssteuerung beim Aufrichten)

- automatisiertes Ablegen des Rettungskorbes vor dem Fahrzeug (Soforteinstieg)

- Aufzeichnungsfunktion für wiederholte Leiterbewegungen (Memoryschaltung)

- Rückholfunktion (Leiterbewegungen sind in umgekehrter Reihenfolge automatisiert abrufbar)

- aufsteckbares Rollenfenster zur rechtsbündigen Führung eines B-Schlauches im Leitersatz

- Ampelschaltung zum sicheren Besteigen der Leiter, an Leiterspitze und -ende über Taster auslösbar

- Korbkamera mit Übertragung des Farbbildes an den Hauptbedienstand

- Windmesser an der Leiterspitze

- Ultraschall - Annäherungssensoren am Korb

- Blaue Kennleuchten in LED - Technik

- zusätzliche seitliche Kennleuchten an der Korbspitze (60o Abstrahlwinkel) zur frühzeitigen Warnung in Kreuzungsbereichen (sog. Intersection Lights)

- Heckwarnanlage (gelb) in LED - Technik

- elektronische Sondersignalanlage Hänsch A 620 mit Stadt- / Landsignal

- Martinhorn - Anlage mit vier Schallbechern